Walpurgisnacht 2011

Walpurgisnacht am Georgenberg 2011

(Ein Bericht von Stefan Kaes)

Schon den ganzen Tag über lag etwas Geheimnisvolles in der Luft. Es war, als würde die Zeit innehalten und so verhindern wollen, dass sich die Hexen zur Walpurgisnacht treffen und ihre wilden Tänze aufführen können.

Mit tosendem Wind und prasselnden Regen versuchte die Natur diese Zusammenkunft zu vereiteln. Eine Zeit lang schien es auch als würde dies gelingen und der Regen all die dunklen Gestalten fern halten. Doch pünktlich zur Ankunft der ersten Druden gelang es den Hexen über das Wetter zu gebieten und den Georgenberg im schönsten Glanz der Abendsonne erscheinen zu lassen.

Ganz plötzlich lag Stille in der Luft. Nur ein leises Trommeln war zu vernehmen, es suchte sich seinen Weg vom Frauenturm, durch die tiefen Wälder des Schlossparks, bis hin zur Lichtung mit dem Scheiterhaufen.

Auf ihren Besen stachen sie von den Wipfeln der Bäume herab. Ihre Gesichter waren furchteinflößend, verzerrt und entstellt. Auch viele kleine Hexen und Hexer waren unter ihnen aber was soll ich sagen…sie waren genauso beängstigend…es war ein gar schauerlicher Anblick…

Zum dritten Mal durften wir euch zu unserer mittelalterlichen Walpurgisnacht begrüßen, gemeinsam mit euch um das Feuer tanzen und den Frühling willkommen heißen.

Trotz des anfänglich schlechten Wetters und den trüben Aussichten für den Abend ließen wir uns nicht entmutigen und wurden dafür mit einem lauen Abend und einer sternklaren Nacht belohnt.

Auch in diesem Jahr erfreuten sich unsere kleinen Maiden und Recken am abwechslungsreichen Programm, das vom großen Einzug, dem Lanzenstechen, Hexenmasken basteln und dem Bau einer Brücke, über die legendäre Feuershow von Franz Wieser, bis hin zum großen Hexentanz um das Feuer führte.

Mit schauerlich schönen Gesängen und dem ein oder anderen musikalischen Rat zum Gelingen einer Ehe umrahmten Franz „Pfyffer vom Eichberg“ und seine Gesangskollegen den Abend und sorgten für gute Laune. Mit Gerstengebräu, deftigen Speisen und allerlei anderen Gaumenfreuden wurde dafür gesorgt, dass auch unsere großen Gäste weder hungrig noch durstig nachhause gehen mussten. Dass sich alle wohl fühlten war unschwer zu erkennen und so wurde bis spät in die Nacht gefeiert, gesungen und der Frühling gebührend begrüßt.

Wir von Civium Anasi möchten „Danke“ sagen für euer Kommen, für die schönen gemeinsamen Stunden und die magische Zeit, die wir gemeinsam verbringen konnten.

Wir möchten „Danke“ sagen bei Franz Wieser, der uns wiedermal mit seiner atemberaubenden Feuershow unterhalten hat und der mit dem Bau der Brücke nicht nur bei den Kleinen für Staunen gesorgt hat.

Und ich möchte „Danke“ sagen bei all meinen Vereinskollegen und Helfern für den schönen Abend, den reibungslosen Ablauf und unsere tolle Gemeinschaft.

Und hier noch ein paar Tipps um nächstes Jahr auf Nummer sicher zu gehen:

Man sagt, wenn in der Walpurgisnacht mit geweihten Glocken geläutet wird, dann können die Hexen, die ihre Tänze in Gegenwart des Teufels abhalten einem nichts anhaben…

Stellt in der Walpurgisnacht einen Besen mit dem Reisig nach oben vor eure Tür, das gilt als eine sichere Abwehr von Hexen…

Wer wissen will, ob der Geliebte treu bleibt, der pflanzt in der Walpurgisnacht zwei Vergissmeinnicht mit etwas Erde auf einen Stein. Wachsen die beiden Pflanzen aufeinander zu, so bleibt der Geliebte treu und eine Hochzeit steht bevor…

…und zu guter Letzt:

Geht am 1. Mai nicht vor dem ersten Tagläuten aus dem Haus, man kann ja nie wissen ob noch eine verspätete Hexe unterwegs ist… J