Unbenannt

Mittelalterfest 2016

ABGESAGT!!!

Aufgrund verschiedener „Hindernisse“ ist es uns in diesem Jahr leider nicht möglich das Mittelalterfest am Georgenberg zu veranstalten. Wir hoffen aber, viele von euch auf den zahlreichen anderen Festen und Märkten zu treffen.

Mittelalterfest am Georgenberg 2016

Freitag 05.08. bis Sonntag 07.08.2016

Endlich ist es wieder soweit… 2016 gibt es wieder das Mittelalterfest am Georgenberg!

Wir freuen uns auf eure Bewerbung per Mail (  fest@civium-anasi.at )!

Festregeln_2016

Bewerbung_Lagergruppe_2016

Bewerbung_Händler_2016

Bitte ausschließlich unsere Bewerbungsformulare verwenden!

Hier ein kurzer geschichtlicher Auszug…

Der Ennser Jahrmarkt Im Jahr 1191 stellte Herzog Otakar IV. das Ennser Jahrmarktsprivileg aus und ebnete so den Weg zum Aufstieg der Stadt Enns zur Handelsmetropole. In Enns wurden vorwiegend verschiedenste Stoffwaren gehandelt. Diese kamen aus vielen verschiedenen Ländern. Maastricht wird als am weitesten entfernte Produktionsstätte genannt. In Köln wurden alle westeuropäischen Waren gesammelt. Diese wurden auf Wagen nach Regensburg transportiert und von dort mit dem Schiff nach Enns gebracht.

„Der Ennser Jahresmarkt begann am Montag in der Bittwoche und dauerte bis zum Pfingstsamstag. Es handelte sich also um einen beweglichen Termin, der aber im großen und ganzen mit der Schneeschmelze gekoppelt war. Erst dann wurde es wieder möglich, die Donau regelmäßig zu befahren.“ (“Geschichte von Enns”, Seite 99)

Zusatzbestimmungen regelten den Schiffsverkehr zu dieser Zeit. So mussten alle Schiffe, die nach Mariae Verkündigung (25. März) auf der Donau fuhren, in Enns ankern und bis zum Ende des Jahrmarktes bleiben. Da der letztmögliche Termin dafür der 12. Juni war, konnte das bis zu zwei Monate Wartezeit bedeuten. Die maximale Aufenthaltsdauer für Schiffe mit Lebensmittel betrug dagegen nur 51 Tage, da diese bis zum Georgitag (23. April) durchfahren durften.

Nach Marktschluss wurden alle Schiffe kontrolliert. Die Zollabfertigung nahmen der Regensburger Hansgrafen (comes Ratisponensis) im Beisein der lokalen Amtleute (iudices de villa) vor. Bei ersterem handelte es sich um ein Kontrollorgan der Stadt Regensburg, die ihren Einfluss im Handel bis ca. 1210 waren konnte. Letztere waren einheimische Zollbeamte, die während des Marktgeschehens bei Handelsstreitigkeiten als Richter vermittelnd auftraten.

Bei der Zollabfertigung wurde von jedem Zentner Ware (damals ca. 50 kg), und pro Maßeinheit bei Getreide und Wein 12 Pfennig eingehoben. Für Wagen galt die gleiche Zollgebühr. Für das Passieren der Brücke wurde für Saumtiere 6 Pfennig, für Kaufmänner mit der Ware auf dem Rücken ein Obolus eingefordert.

Nur die mit Wachs und Häuten handelnden „Russlandfahrer“ durften nach Bezahlung des Zolls ohne anzuhalten weiterreisen. Hatte ein Händler den Ennser Markt besucht, hatte er ein Zertifikat erhalten und durfte nun das ganze übrige Jahr freit auf der Donau verkehren.

Um die Kontrolle auf der Donau durchzuführen, dürften die Ennser wahrscheinlich mit den Mauthausnern zusammengearbeitet haben. Auch ist denkbar, dass die Burg Spielberg zur Kontrolle der Schifffahrt errichtet wurde.

Die Jahrmärkte in Enns waren vor allem auf den Fernhandel ausgelegt. Erst in zweiter Linie dienten sie der Versorgung des Nahmarktes. Für die Ennser Bevölkerung wird es jedoch möglich gewesen sein, sich mit Fernhandelswaren einzudecken.